Lag Cäsars Lager „Atuatuca“ auf dem Ichenberg in Eschweiler?





Eine ungewöhnliche Beweisführung.
Von Dipl. Ing. Ferdinand Bongart

An 35 verschiedenen Orten, in Belgien,in den Niederlanden und in Westdeutschland hat man bisher vergeblich versucht, das von den Archäologen und den Geschichtsforschern seit langem gesuchte römische Lager "Atuatuca" nachzuweisen.

Im Jahre 1974 glaubte Herr Prof. Dr. Ludwig Drees aus Aachen, dieses Römerlager in Eschweiler auf dem Ichenberg im Ortsteil Pumpe-Stich gefunden und die Festung und das zentrale Heiligtum der Eburonen auf dem benachbarten "Hohen Stein" entdeckt zu haben. Hierüber veröffentlichte er einen ausführlichen Bericht in der Wochenendbeilage der Aachener Volkszeitung vom 6. und 29. Juli 1974, sowie eine wissenschaftliche Untersuchung in der Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. 1)

Zunächst eine kurze Zusammenfassung von dem, was in Atuatutca geschehen ist. In den Jahren 59 bis 51 vor Christus hat der römische Feldherr Cäsar ganz Gallien und das Land bis zum Rhein erobert und dem römischen Reich einverleibt. Über diese Ereignisse schrieb er das Buch "Commentarii Belli Gallici", zu deutsch: "Aufzeichnungen über den Gallischen Krieg", in dem er viele Einzelheiten über Völker, Sitten und Gebräuche, Religionen und tägliches Leben, aber auch über Schlachten und Niederlagen berichtete. Aus diesem Buch ist folgendes bekannt:

Zwischen Maas und Rhein siedelten die Eburonen, ein keltischer Volksstamm. Fast in der Mitte des Eburonenlandes war ein befestigter Platz, mit Namen „Atuaiuca", die Stammesfestung der Eburonen. Im Winter des Jahres 54 v.Chr. sah sich Cäsar genötigt, seine neun Legionen für die Dauer des Winters auf verschiedene Stämme des Landes zu verteilen. So schickte er auch eine Legion Rekruten (Sollstärke 6000 Mann) und fünf Kohorten altgedienter Soldaten (etwa 3000 Mann) ins Land der Eburonen. Man kann den Eburonen gut nachfühlen, daß ihnen diese Einquartierung von 9 000 Soldaten mit den zugehörigen Pferden nicht passte, denn diese mußten von dem Stamm ernährt und mit allem Notwendigen versorgt werden.

Durch eine Kriegslist gelingt es Ambiorix und Catuvolcus, den Anführern der Eburonen, die Römer zu überreden, das Lager nach kurzer Zeit wieder zu verlassen und zu einem benachbarten Lager, etwa 150 km entfernt, aufzubrechen. Als die letzten Römer einer langen Marschkolonne das Lager verlassen hatten, überfallen die Eburonen in einem für sie geeigneten Gelände die Römer gleichzeitig an allen Stellen. Der größte Teil der römischen Soldaten fand mit ihnen Führern den Tod. Ein kleiner Teil rettete sich ins Lager zurück. Als diese ihre aussichtslose Lage erkannten, nahmen sie sich das Leben. Nur ganz wenige entkamen dem Gemetzel. Sie schlugen sich ins benachbarte Lager durch und berichteten dort, was vorgefallen war.

Voller Zorn und Wut führte Cäsar, ein Jahr später, im Jahre 53 v. Chr. mit neun Legionen einen Rachefeldzug gegen die Eburonen. Alle Felder wurden verwüstet, alle Häuser verbrannt und Ihre Bewohner ausgerottet. Nur wenige Bewohner konnten sich in Wäldern verstecken oder auf Inseln zurückziehen. Bei dieser Gelegenheit wurde das vorher erwähnte Lager „Atuatuca", deren Befestigungswerke des vergangenen Jahres noch unbeschädigt vorhanden waren, von den Römern wieder belegt, um das gesamte schwere Legionsgepäck aufzunehmen, während die Legionen plündernd und mordend durch das Eburonenland zogen.

Bei dieser Gelegenheit wurde das Lager von Germanenstämmen angegriffen, die jenseits des Rheines wohnten und von Cäsar aufgefordert worden waren, sich an den Plünderungen des Eburonenlandes zu beteiligen. Die Germanen wußten, daß nur schwache römische Kräfte das Lager bewachten und sie erhofften sich in dem Lager eine reichere Beute als bei den Eburonen. Die Römer wurden in dem Lager überrascht, denn sie hatten mit einem solchen Angriff nicht gerechnet. In letzter Minute konnte das Lager gerettet werden und die Germanen zogen sich schnell wieder über den Rhein zurück mit dem Vieh, das sie bei den Eburonen erbeutet hatten.

In dem zuvor erwähnten Zeitungsbericht hat Prof. Dr. Ludwig Drees 18 Merkrnale aufgeführt die Cäsar in seinem Bericht über das Lager „Atuatuca“ nennt und die in allen Einzelheiten auf den Ichenberg in Eschweiler zutreffen und demnach hier in Eschweiler das lang gesuchte Römerlager "Atuatuca" gewesen sein könnte.

Die vorgenannte These konnte bisher nicht untermauert werden, weil eine sehr kleine, nicht zielsicher angesetzte Ausgrabung ohne Ergebnis verlief, keine Funde in diesem Gebiet bekannt sind und darüber hinaus keine Parzellennamen oder Straßennamen an dieses Lager erinnern.


Wie läßt sich nun ohne umfangreiche Grabungen nachweisen, daß das gesuchte Lager in Eschweiler gewesen sein kann?

Hierzu muß folgendes nachgewiesen werden:


  1. War der Hohe Stein, benachbart zum Ichenberg, ein Stammesheiligtum der Kelten. Sind hier keltische Kultstätten nachzuweisen?
  2. Gab es auf dem Ichenberg ehemals eine größere keltische Siedlung?
  3. Hat es auf dem Ichenberg ein großes Römerlager gegeben, von dem die ehemaligen Grenzen nachgewiesen werden können?
  4. Lassen sich die beiden Hauptstraßen des Lagers Cardo maximus und Decumanus maximus bestimmen?
  5. Läßt sich im Bereich des ehemaligen Römerlagers das typische römische Vermessungsgitter feststellen?
  6. Läßt sich eine alte Straße finden, die aus dem Römerlager herausführte, auf der und neben der eine Schlacht mit unzähligen Toten stattgefunden hat?


Eine andere Methode der Bodenuntersuchung

Alle alten Kulturen haben Kultstätten, Grenzen und Straßen mit unterirdisch verlegten gepolten Steinen so gekennzeichnet, daß man auf Grund der Wellenlängen, die diese Steinanordnungen hervorrufen, die genaue Lage mit einer sogenannten Lecherantenne heute noch feststellen kann.

Natursteine sind gepolt wie Magnete, allerdings so schwach, daß ein Kompaß dies nicht anzeigt. Die Natursteine sind nun so angeordnet, daß einem positiv polarisiertem Pol stets ein negativ polarisierter gegenüber liegt. Trotz der schwachen Magnetfelder entstehen zwischen den Polen magnetische Feldlinien, die bestimmte Wellenlängen aufweisen, die man mit der Lecherantenne millimetergenau bestimmen kann.

Die verschiedenen Wellenlängen zeigen an, ob es sich um eine Kultstätte, eine Grenze oder um eine Straße handelt. An Hand von zusätzlichen Wellenlängen kann man meist auch auf die Kultur schließen, welche die gefundene Steinanordnung angelegt hat. Diese Methode der Kennzeichnung mit gepolten Steinen von Grenzen, Straßen und Kultstätten wurde vom Verfasser, nach einer umfangreichen Ausbildung durch einen Physiker, ausführlich untersucht und veröffentlicht. 2)


1. Keltisches Stammesheiligtum auf dem Hohen Stein.

Nach der Auslegung von Prof. Dr. Drees befand sich auf dem "Hohen Stein" als Abschluß zum Ichenberg die von Cäsar genannte Stammesfestung der Eburonen, genannt „Atuatuca". Heute zeugen noch tiefe Gräben davon, daß hier eine Stammesfestung gewesen sein kann. Aber eine weitere Notwendigkeit für ein Stammesheiligtum ist ein ausgedehnter Kultstättenbezirk, an dem der Stamm seinen Göttern huldigte. in der Tat kann man auf dem „Hohen Stein" heute noch mit der Lecherantenne umfangreiche Kultstätten vieler Kulturen, von der Steinzeit angefangen, ausmachen, so auch solche aus der Keltenzeit. So ist z.B. der sogenannte Napoleonstein eine uralte Kultstätte, die der Sonne geweiht war.

Die alten Kulturen haben meist acht Kultstätten beieinander angelegt, von denen jede einem anderen Gott geweiht war, der meist einem Planeten entsprach. Dieser Bezirk wurde mit einer Grenze umgeben, die man heute noch feststellen kann. Der Verfasser nennt solch eine Ansammlung von Kultstätten einen „Kultstättenbezirk". Die Kelten hatten nicht acht, sondern vierzehn Kultstätten in einem Kultstättenbezirk zusammen angelegt. Eigenartigerweise verehrten die Kelten schon die drei Planeten Uranus, Neptun und Pluto als Götter, die uns erst seit etwa 200 Jahren bekannt sind. Bei der großen Anzahl von Kultstätten auf dem Hohen Stein kannte man diesen Hügel mit Recht als ,,Heiligen Berg von Eschweiler“ bezeichnen.

Ergänzend zu den vorgenannten Untersuchungen muß erwähnt werden, daß von der östlichen Grenze des Lagers aus auf dem Ichenberg in Richtung des Waldes etwa 1,5 km weit eine sehr große Anzahl von Kultstätten in vorgeschichtlicher Zeit, auch in der Keltenzeit, angelegt waren. Hieraus läßt sich schließen, daß hier ehemals bedeutende Ansiedlungen gewesen sein müssen. Dieses Gebiet wurde ehemals "Kohlberg" genannt. Hier trat die Steinkohle an der Erdoberfläche aus. Möglicherweise ist diese Tatsache für vorgeschichtliche Ansiedlungen von Bedeutung gewesen.


2. Keltische Siedlungen auf dem Ichenberg,

Ein Teil der Concordiasiedlung war ehemals eine größere keltische Siedlung. Es lassen sich die beiden Hauptachsen der Siedlung und die Grenze der Siedlung feststellen. Eine weitere größere Siedlung konnte am Friedhofsweg gefunden werden, bei der man jedes Haus der Siedlung bestimmen kann. Daneben liegt ein keltischer Friedhof; auf dem man jedes Grab ausmachen kann.
Hier findet man auch ein größeres Grab, möglicherweise das eines Stammesältesten. Der zugehörige keltische Kultstättenbezirk ist das Gebiet der katholischen Kirche von Pumpe-Stich mit den umliegenden Straßen. Im benachbarten Wald lassen sich noch etliche keltische Kultstätten finden, die sicherlich zu benachbarten kleinen Siedlungen gehören.


3. Das ehemalige Römerlager mit seinen Grenzen.

Wie schon erwähnt, sind auch Grenzen mit gepolten Steinen gekennzeichnet. Eigenartigerweise sind alle alten Grenzen von allen Kulturen gleich gekennzeichnet, d.h. jede Grenze hat die gleiche typische Wellenlänge. Zusätzlich hat jede Grenze noch eine weitere Wellenlänge, an der man die Kultur erkennt, die diese Grenze angelegt hat. Diese zusätzliche Wellenlänge wurde durch Temoins (wörtlich Zeugen) hervorgerufen, d.h. jede Kultur legte noch zusätzlich unterirdisch bestimmte Scherben auf die Linie der Grenzen. Die heute unsichtbaren Grenze des Lagers ist an einigen Stellen optisch als ehemalige Grenze noch zu erkennen.

Die eindeutigste Stelle befindet sich am Sticher Berg mit der Fortsetzung am Hoeschweg, wo heute noch hohe Böschungen vorhanden sind. Typische Höhenunterschiede waren auch an der Straße „Pümpchen" vor der Bebauung mit Häusern zu erkennen. Dort fiel links vom Wege das Gelände ab und rechts stieg es mit einer Böschung an. Eine weitere steile Böschung ist noch am Hohen Stein an der Stelle zu sehen, wo ein Weg hinab ins Tal nach Aue führt. An dieser Stelle sieht man links des Weges ein großes Wiesengelände, das auf einer Länge von etwa 200 Meter mit einer gut erkennbaren Böschung von dem höher gelegenen Ackerland abgegrenzt wird. An allen vorgenannten Böschungen verlief die alte Lagergrenze. Entlang der Hauptstraße in Pumpe-Stich verlief die römische Lagergrenze parallel zur Straße unter dem jetzt noch sichtbaren Zaun zum Gewebegebiet. Die gesamte Grenze des Lagers hat der Verfasser in einem Plan eingetragen.


4. Die beiden Hauptstraßen Cardo maximus und Decumanus maximus im römischen Lager.

In einem römischen Lager oder in einer römischen Stadt kreuzten sich rechtwinklig zwei Hauptachsen, die auch als solche mit speziellen Wellenlängen gekennzeichnet sind. Die etwa Nord-Süd verlaufende Straße nannten die Römer Cardo maximus, in Köln war es die heutige Hohe Straße, und die etwa Ost-West verlaufende Straße nannten sie Decumanus maximus. In Köln war es die heutige Schildergasse. In diesem ehemaligen römischen Lager in Eschweiler kreuzten sich ebenfalls zwei Hauptachsen, die auch mit den entsprechen Wellenlängen gekennzeichnet sind. Sie sind aber heute im ehemaligen Lagergebiet, mit einer Ausnahme, nicht mehr sichtbar, existieren aber außerhalb des Lagers zum Teil noch als normale Straßen.

Da ist zunächst als Ost-Weg Achse eine alte Straße, die mit der heutigen Wilhelminenstrase weitgehend übereinstimmt Die alte Straße machte jedoch vom Jägerspfad kommend an der Einmündung des Friedhofsweges den heutigen Rechtsknick nicht mit, sondern verlief genau geradeaus weiter durch eine kleine Stichstraße, die ebenfalls Wilhelminenstraße genannt wird. Sie überquert die Straße "Stich" und tritt hier in das ehemalige Römerlager ein. Heute ist dies die Straße, die in das neue Gewerbegebiet bei der früheren Firma Dohmen hineinführt. An dieser Stelle ist zur Römerzeit ein Lagertor gewesen. Die römische Grenze stimmt hier mit der Grenze des Gewerbegebietes zur Straße Stich Überein. Die römische Ost-Weg-Achse, von den Römern Decumanus maximus genannt, liegt hier unter der neuen Straße und fahrt weiter durch das ehemals römische Lager und überquert nach Durchlaufen des Lagers an der „Dreibogenbrücke" die Inde.

Die zweite Straße als Nord-Süd-Achse ist die heutige Johanna Neumann Straße. Sie durchquert das Eisenbahngelände und verläuft durch das Gelände der Firma Neumann, tritt am Hoeschweg in das ehemalige Lager ein, ist hier als Cardo maximus gekennzeichnet, findet ihre Fortsetzung in der Straße Konkordiasiedlung und verläuft entlang der westlichen Grundstücksgrenze des neuen Gewerbegebietes bis zur vorgenannten Kreuzung mit der Wilhelminenstraße. Diese Wegekreuzung liegt außerhalb des Geländes des Gewerbegebietes. Von hier aus knickt die Straße schräg in Richtung Süd-West-Ecke des Lager ab, tritt hier aus dem Lager aus und nähert sich allmählich der Inde, die sie etwa 400 Meter vor der Phönixstraße erreicht, überquert diese Straße und verläuft parallel zur Inde in Richtung Stolberg weiter

An den Stellen, an denen Straßen in ein Lager oder in eine Stadt die Grenzmarkierung überschreiten, ist diese Grenzmarkierung hier dreimal vorhanden, einmal einige Meter vor der eigentlichen Grenze, dann die spezielle Grenzmarkierung selbst und schließlich einige Meter hinter der Grenzmarkierung. Hier konnte man dadurch Feinde direkt im Bereich des Tores auch von der Seite aus bekämpfen.
An wichtigen Wegekreuzungen stand in alten Zeiten eine Götterstatue, die meist dem Merkur geweiht war, dem Gott der Reisenden. Eine solche Statue befand sich auch zur Zeit der Römer an der Wegekreuzung von Cardo und Decumanus in der Süd-Ost-Ecke der Kreuzung. In der vorrömischen Zeit stand ebenfalls an dieser Wegekreuzung ein Kultbild, das bedeutet, daß diese beiden Straßen auch schon vor den Römern vorhanden waren. Solche Kultbilder sind mit gepolten Steinen gekennzeichnet, so daß man heute noch den ehemaligen Standort mit der genannten Lecherantenne genau orten kann. Bei der Kennzeichnung hatte jede Kultur ihre besondere Eigenart die man auch heute noch erkennen, und auf diese Weise verschiedene Kulturen voneinander unterscheiden kann.

Zwei weitere Straßen konnten in der Süd-Westecke des Lagers ausgemacht werden. Sie durchqueren das Lager. Der Ein- und Austritt an der Lagergrenze ist besonders gekennzeichnet, das bedeutet, daß diese Straßen bei der Anlegung der römischen Lagergrenzen bereits existiert haben. Der Verlauf dieser Straßen ist aber nicht typisch für ein römisches Lager. Es ist anzunehmen, daß die Römer für diese beiden alten Straßen keine Tore eingerichtet hatten.

Die eine Straße der beiden vorgenannten ist die heutige Friedrichstraße. Die alte Straße kam aus Richtung Parkplatz "Schwarzer Berg" ein heutiger Waldweg, der in Richtung der Straße "Zentrum" verläuft, ehemals das Gelände der Waldschule durchquerte und am katholischen Kindergarten in Pumpe-Stich in die Friedrichstraße eintrat. Sie überquerte die Straße "Stich", verlief anschließend durch Gärten und traf an der Brücke am Ende der Straße Pümpchen in das Lager ein. Ihre Fortsetzung findet sie in einem alten Weg, der früher das Gelände der Concordiahütte durchquerte und in Richtung Röhe weiter lief

Der zweite Weg überquert die Bundesbahn an der Stelle, an der sich früher von Eschweiler-Röhe kommend eine Schranke in Richtung Concordiahütte befunden hat. Vermutlich haben diese beiden Wege nicht zur gleichen Zeit bestanden.


5. Das typische römische Vermessungsgitter.

Alte Kulturen hatten in ihren Lagern und Siedlungen unsichtbar sogenannte Vermessungsgitter angelegt, die bei den verschiedenen Kulturen jeweils andere Abstände zwischen den einzelnen Linien hatten. Ebenfalls verwendete jede Kultur eine andere Wellenlänge für dieses Gitter. Römische Lager und Städte waren ebenfalls mit einem Vermessungsgitter überzogen, welches an den Grenzen des Lagers oder der Stadt aufhörte. Dieses Vermessungsgitter hatte rechtwinklig zueinander verlaufende Linien und teilte so das Lager oder die Stadt in rechteckige Abschnitte ein. Der Abstand zwischen den einzelnen Linien beträgt 1,48 Meter, von den Römern „passuus (wörtlich Doppelschritt) genannt.

Auch dieses Vermessungsgitter kann man mit der Lecherantenne im ehemaligen Lager heute noch feststellen, so auch z. B. in. Zülpich, in Xanten, in Köln, in Winchester in England und in vielen anderen ehemaligen römischen Lagern und Städten. Bei Ausgrabungen kann man immer wieder erkennen, daß z.B. Mauern immer auf solch einer Linie zu finden sind. Die Linien hatten
noch weitere Kennzeichen, an denen Eingeweihte erkennen konnten, in welchem Teil des Gebietes man sich befand. Vermutlich konnte man durch das Vermessungsgitter auf umständliche Messungen langer Strecken mit einem Maßband verzichten.


6. Eine große Schlacht entlang einer alten Straße.

Aus den vorgenannten Untersuchungen mit der Lecherantenne geht eindeutig hervor, daß auf dem Ichenberg in Eschweiler ein großes römisches Lager gewesen ist. Aber war hier auch das Lager Atuatuca? Wenn hier das Lager Atuatuca gewesen ist, muß entlang irgend einer Straße die von Cäsar erwähnte große Vernichtungsschlacht stattgefunden haben Wie kann man das heute noch nachweisen?

An Stellen, an denen Menschen zu Tode gekommen sind, findet man mit der Lecherantenne eigenartigerweise die Wellenlänge von negativer Lebenskraft, d.h. Tod vor. Dies fand der Verfasser z.B. an folgenden Stellen:

6.1 Vor vielen Jahren stürzte auf den Odilienberg im Elsaß eine große Verkehrsmaschine ab. Alle Insassen waren tot. Hier konnte man einige Jahre später immer noch die Wellenlänge negative Lebenskraft finden.

6.2 Auf und neben der Landstraße, die in Frankreich von der Autobahn in Richtung Amiens durch das Gebiet der Somme führt in dem im ersten Weltkrieg die große Somme-Schlacht mit unzähligen Gefallenen stattfand, sind ebenfalls die genannten negativen Wellenlängen festzustellen.

6.3 Auf dem Gelände in Frankreich, auf dem Napoleon in der letzten großen Schlacht von Waterloo geschlagen wurde, konnte der Verfasser wiederum die gleichen negativen Wellenlängen ausmachen.

Aus dem südlich gelegenen Tor des ehemals römischen Lagers führte eine ehemalige alte Straße, heute keine Straße mehr, neben der Inde in Richtung Stolberg. In Stolberg verläuft die Straße weiter entlang des Vichtbaches, meist westlich davon, an einigen Stellen östlich, weil hier Hügel westlich bis an den Vichtbach heranreichen. Manchmal ist diese Straße noch vorhanden, manchmal nicht mehr. Aber durch ihre unterirdische Kennzeichnung mit gepolten Steinen ist sie auch heute noch mit der Lecherantenne zu finden.

Auf und parallel zu dieser Straße findet man in einer Breite von ca. 50 bis 100 Metern die genannte Wellenlänge von negativer Lebenskraft gleich Tod. Diese ehemals tödliche Zone beginnt in Eschweiler auf dem Bürgersteig, der dem ehemaligen großen Hauptgebäude des EBV gegenüber liegt. In der Breite beginnt die Zone an der Bordsteinkante und reicht bis zum Ufer der Inde. In Stolberg findet man sie an allen Stellen, die man neben dem Vichtbach begehen kann. In Stolberg in Richtung Vicht im Bereich der Fabriken liegt diese Zone westlich des Vichtbaches, weil östlich vom Vichtbach Böschungen vorhanden sind. In Vicht, in Zweifall und in Mulartshütte kann man diese Zone ebenfalls in der genannten Breite finden. In Rott endet diese Zone an einer kleinen Brücke, über die man durch den Wald zum Relais Königsberg fahren kam.


Schlußbetrachtung:

Die Tatsache, daß man von Eschweiler-Pumpe bis Rott auf einer Strecke, Luftlinie 14 km, parallel zu den genannten beiden Flüßchen in einer Breite von 50 bis 100 Metern eine Schlacht nachweisen kann, erhärtet die Vermutung, daß das in Eschweiler auf dem Ichenberg ehemalige römische Lager das von Cäsar erwähnte Lager Atuatuca gewesen sein muß.


Eschweiler den 16.02.04

Dipl.-Ing. Ferdinand Bongart
Zentrum 18
52249 Eschweiler

1) Drees Ludwig: "Cäsars Atuatuca", Das Problem der Lokalisierung - Versuch einer Lösung. Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, Band 84/85, 1977/78.

2) Bongart Ferdinand: Kultstätten, was sie uns verraten. Eine Einführung in die Kennzeichnung von Kultstätten. Omega-Verlag, Aachen, 3. Auflage 2003, ISBN 3-930243-09-1.





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