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Neue
Forschungen zur Eifel-Geschichte |
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Bei den Eroberungszügen Cäsars auf dem linken Rheinufer spielt das Kastell Audatuca eine bedeutende Rolle. Die Forscher haben manchen Ort mit ihm zu identifizieren versucht: etwa Limburg an der Weser, Vetschau bei Aachen, Atsch bei Stolberg. Wir bringen heute einen heimatgeschichtlich sehr bedeutsamen Beitrag aus der Feder eines verdienten Eifel-Forschers, der eine neue Lösung des alten Problems bietet. In seinem Gallischen Krieg (Buch V 24) spricht C. Julius Cäsar vor zweitausend Jahren erstmals von einem Kastell Aduatuca. Wo abe lag dieses Kastell? Seit mehr als vier Jahrhunderten läßt diese Frage Archäologen und Philologen nicht zu Ruhe kommen, auch die im Aachener Lande nicht. Oberster Grundsatz der Aduatuca-Forschung aber muß sein: weg von der Maas, hin zur Rur! Sonst wird die historisch, archäologisch und philologisch beinahe ausgelaugte Aduatuca-Frage nicht gelöst. Aduatuca im Lande der Eburonen liegt im Regierungsbezirk Aachen, auf der Nordost-Ausläufern der Eifel, am rechten Ufer der Rur. Und zwar in dem Gelände, das seit Jahrhunderten schon die Bade und in Bauda heißt.
Die Bade In der Voreifel gibt es keine
Flurbezeichnung, die vor- und frühgeschichtlich, literarisch
und folkloristisch so interessant und von Geschichte und Sage so
umwoben ist, wie die Bade oder die Bad
oder der Badewald. So nennt der Volksmund das ganze
Gelände zwischen Nideggen, Berg vor Nideggen, Embken,
Wollersheim, Vlatten und dem Rurtal zwischen Hausen und Abenden.
Flurnamenforschung, Siedlungsgeschichte und Wehranlagen wirken
hier in idealer Weise zusammen, um die viel umstrittene
Bezeichnung die Bade zu erklären. Mann kann die
Bade als Ort am Wasser und als Kampfort
bezeichnen. Dann ist aber der bisherige archäologische
Befund: großes Grubensystem, Münzen- und Schwertfunde,
Trockenmauer und gruben nicht erklärt. Unsere These
heißt deshalb: die Bade, der älteste
Flurname der Vordereifel, ist das Cäsarische Aduatuca. Nach
dem Kodex V Parisiensis der Handschriften Cäsars im Louvre
ist nicht Aduatuca, sondern Ad Vatucam zu lesen.
Cäsarius von Heisterbach schreibt um 1240-1250 in
Badua, d. i. in der Bade. Ad Vatucam
aber heißt zur Gutswache, germanisch Odvacke,
nämlich der Kimbern und Teutonen. Odvacka, die Gutswache. Cäsar schreibt an der angegebenen Stelle, daß die Aduatuker Abkömmlinge der Kimbern und Teutonen seien, die im Jahre 103 v. Chr. vor ihrem Abzuge nach der Provence (Teutonen) und Norditalien (Kimbern) alles, was sie an Gepäck nicht mitführen konnten, diesseits des Rheins (also auf dem linken Rheinufer!) zurückließen. Als Cäsar im Jahre 53 v. Chr. Aduatuca als Lagerplatz für den großen Tross bestimmte (Buch VI, 32), waren kaum fünfzig Jahre seit der Gutswache der Kimbern und Teutonen an dieser Stelle vorbei. Sie hätten damals für diese Gutswache als Schutz und Bewachung 6000 Mann aus ihren Scharen bestimmt. Diese 6000 hätten, so erzählt Cäsar weiter, dann viele Jahre hindurch bald in Angriffs-, bald in Verteidigungskriegen ihr odvack verteidigt und dann dort gesiedelt, später bis zur Maas hin auch sich ausgedehnt. So entstand hier die Völkerschaft der Aduatuker, d. h. der Gutswächter, auch Advatrizier genannt. Der Archäologische Befund Vier Befestigungen schützen die Gutswache und zwar: 1. im Norden Niteca (Nideggen),
d. h. Streiteck, nicht Neideck; |
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Quelle: Dürener Nachrichten
Nr. 103 vom 4. Mai 1951
Sammlung Michael Peter Greven, Nideggen,
Sammlung wingarden.de, H. Klein
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Wingarden.de